Omega 3

Dein Körper ruft nach Omega-3.

Warum wir alle müde, gereizt und anfälliger werden – und was wirklich dahintersteckt.

Von Aguilar & Heimerl Ernährungs-Coaches   ·   19. März 2026

Haben Sie sich in letzter Zeit einfach … leer gefühlt? Müde ohne Grund, gereizt ohne Anlass, Gelenke die ziehen, Haut die spannt? Der Grund könnte simpler sein, als Sie denken.

Es gibt Nährstoffe, deren Fehlen wir nicht sofort spüren. Kein Schmerz, kein Alarm, keine Warnung. Nur ein leises Nachlassen. Das Gefühl, nicht ganz auf der Höhe zu sein. Omega-3-Fettsäuren gehören genau dazu. ¹⁰ Unser Körper braucht sie – für jede einzelne Zelle, für jede Nervenverbindung im Gehirn, für jeden Herzschlag. Und er kann sie nicht selbst herstellen. Nie. Nicht ein einziges Omega-3-Molekül produziert unser Körper aus eigener Kraft. ³ Was bedeutet das? Es bedeutet, dass alles, was wir an Omega-3 in uns tragen, von uns selbst kommen muss. Durch das, was wir essen. Durch bewusste Entscheidungen. Jeden Tag.

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EPA, DHA, ALA – drei Namen, ein Versprechen

Stellen Sie sich vor, Ihr Gehirn wäre ein Hochleistungsrechner. DHA ist das Baumaterial seiner Schaltkränze. Rund 40 Prozent der mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Gehirn bestehen daraus. Wer dauerhaft zu wenig DHA aufnimmt, merkt es: Konzentration, die nachlässt. Gedanken, die sich nicht fassen lassen. Eine Schwere, die ohne Erklärung da ist. ⁴

EPA hingegen ist der Kämpfer. Es dämpft Entzündungen – jene stillen, chronischen, die unser Immunsystem im Dauerbetrieb halten und uns von innen zermürben. Studien zeigen: Ein niedriger EPA-Spiegel geht einher mit depressiven Verstimmungen, Reizbarkeit und Angstzuständen. ² ⁵

ALA, die pflanzliche Form aus Leinsamen und Walnüssen, klingt verlockend – doch der Körper wandelt sie kaum um. Zwei bis zehn Prozent schaffen es, zu EPA oder DHA zu werden. Wer auf Fisch verzichtet, braucht eine direkte Quelle: reines Algenöl liefert EPA und DHA genau dort, wo sie entstehen – in der Natur. ⁹

Die drei Omega-3-Fettsäuren auf einen Blick
EPA (Eicosapentaensäure)  —  Entzündungshemmend · Herz · Stimmung · Immunsystem
DHA (Docosahexaensäure)  —  Gehirn · Sehvermögen · Nervensystem · Entwicklung
ALA (Alpha-Linolensäure)  —  Pflanzlich · geringe Umwandlung in EPA/DHA

Was passiert, wenn Omega-3 fehlt?

Stille Entzündungen. So nennen Mediziner jene Prozesse, die ohne Fieber, ohne Schmerz, ohne Alarm im Körper ablaufen – und trotzdem Schaden anrichten. Sie stecken hinter Herzerkrankungen, hinter Gelenkproblemen, hinter dem düsteren Gefühl, das sich manchmal ohne Grund auftut. ⁶ ¹²

Omega-3, vor allem EPA, ist das natürliche Gegengewicht. Es beruhigt das Immunsystem, schützt die Blutgefäße, hält Triglyceridwerte in Schach. Kein Wundermittel – aber eines der kraftvollsten Werkzeuge, die uns die Natur mitgegeben hat. ¹ ¹¹

Und das Beste: Es wirkt schon bei kleinen Mengen. Schon zwei Portionen fetter Fisch pro Woche können genügen, um einen spürbaren Unterschied zu machen. ⁷

Wo steckt Omega-3 – und wo eben nicht

Lachs, Makrele, Hering, Sardinen: Das sind die Schätze des Meeres, wenn es um Omega-3 geht. Zwei Portionen pro Woche – und der Grundbedarf ist gedeckt. Doch viele von uns essen kaum Fisch. Oder keinen. ¹¹

Für alle anderen gibt es Algenöl und Fischkapseln – und das Wissen, dass man etwas tun kann. Jeden Tag. Für sich. ⁹

Tierische QuellenPflanzliche Quellen
Atlantischer Lachs   ★★★Leinsamen & Leinöl   ★★★
Makrele   ★★★Chiasamen   ★★
Hering   ★★★Walnüsse   ★★
Sardinen   ★★Hanfsamen   ★★
Thunfisch   ★★Algenöl (vegan, EPA+DHA)   ★★★

„Zwei Portionen Fisch pro Woche. Oder eine Kapsel am Morgen. So wenig kann so viel verändern.“

Wie viel brauchen wir wirklich?

250 bis 500 Milligramm EPA und DHA täglich – das empfehlen Fachgesellschaften für gesunde Erwachsene. Klingt abstrakt? Es entspricht etwa einer Portion Lachs alle drei bis vier Tage. ⁷

Bei erhöhtem Bedarf – Herzprobleme, chronische Entzündungen, psychische Belastung – kann der Bedarf auf bis zu 3.000 Milligramm steigen. Dann ist ein Gespräch mit dem Arzt sinnvoll. ¹

Der sogenannte Omega-3-Index gibt Aufschluss über den persönlichen Versorgungsstatus: Ein Wert über 8 Prozent in den roten Blutkörperchen gilt als optimal. Viele Menschen in Deutschland liegen weit darunter. ⁸

Kein Ersatz für ärztliche Beratung.

Ihr Körper arbeitet jeden Tag für Sie. Er regeneriert, kämpft, denkt, fühlt. Geben Sie ihm, was er braucht – und er wird es Ihnen zurückgeben.

Quellen & Literatur

Alle zitierten Studien sind in peer-reviewten Fachzeitschriften veröffentlicht und über PubMed (pubmed.ncbi.nlm.nih.gov) zugänglich.

¹  Mozaffarian D, Wu JH. Omega-3 fatty acids and cardiovascular disease. J Am Coll Cardiol. 2011;58(20):2047–2067. doi:10.1016/j.jacc.2011.06.063

²  Calder PC. Omega-3 fatty acids and inflammatory processes: from molecules to man. Biochem Soc Trans. 2017;45(5):1105–1115. doi:10.1042/BST20160474

³  Simopoulos AP. The importance of the omega-6/omega-3 fatty acid ratio in cardiovascular disease and other chronic diseases. Exp Biol Med. 2008;233(6):674–688. doi:10.3181/0711-MR-311

⁴  Innis SM. Dietary omega-3 fatty acids and the developing brain. Brain Res. 2008;1237:35–43. doi:10.1016/j.brainres.2008.08.078

⁵  Sublette ME, et al. Meta-analysis of the effects of eicosapentaenoic acid (EPA) in clinical trials in depression. J Clin Psychiatry. 2011;72(12):1577–1584. doi:10.4088/JCP.10m06634

⁶  Calder PC. Marine omega-3 fatty acids and inflammatory processes: Effects, mechanisms and clinical relevance. Biochim Biophys Acta. 2015;1851(4):469–484. doi:10.1016/j.bbalip.2014.08.010

⁷  Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Fettsäuren. 2. Aufl. Bonn: DGE; 2021. www.dge.de

⁸  Harris WS, et al. The Omega-3 Index as a risk factor for coronary heart disease. Am J Clin Nutr. 2008;87(6):1997S–2002S. doi:10.1093/ajcn/87.6.1997S

⁹  Arterburn LM, et al. Distribution, interconversion, and dose response of n-3 fatty acids in humans. Am J Clin Nutr. 2006;83(6 Suppl):1467S–1476S. doi:10.1093/ajcn/83.6.1467S

¹⁰  Swanson D, et al. Omega-3 fatty acids EPA and DHA: health benefits throughout life. Adv Nutr. 2012;3(1):1–7. doi:10.3945/an.111.000893

¹¹  Kris-Etherton PM, et al. Fish consumption, fish oil, omega-3 fatty acids, and cardiovascular disease. Circulation. 2002;106(21):2747–2757. doi:10.1161/01.CIR.0000038493.65177.94

¹²  Maroon JC, Bost JW. Omega-3 fatty acids (fish oil) as an anti-inflammatory: an alternative to nonsteroidal anti-inflammatory drugs for discogenic pain. Surg Neurol. 2006;65(4):326–331. doi:10.1016/j.surneu.2005.10.023Redaktionell aufbereitet · Aguilar & Heimerl Ernährungs-Coaches · März 2026 

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